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A1 Bregenz vs. UHK Krems 31:31 (14:16)

A1 Bregenz spielt gegen den UHK Krems 31:31 (14:16) Unentschieden. Dem Meister gelingt erst in den letzten Sekunden durch Vedran Banic der Ausgleich.

Regen tropft in Handball-Arena
Beinahe hätte dieses Spitzenspiel gar nicht stattfinden können. Der strömende Regen bahnte sich pünktlich um 18:45 seinen Weg durch die Decke und tropfte auf den Hallenboden. Die kritischen Blicke der Schiedsrichter lassen nichts Gutes erahnen, doch die beiden fähigen Bregenzer Hallenwarte entschärfen sofort die Situation indem sie einen Kübel an der Decke montieren.

Bregenz mit Problemen im Angriff

Vor gut 1.000 Zusehern will der Angriff der Hausherren nicht so wirklich ins Rollen kommen. Vor allem im Positionsangriff tun sich Markus Wagesreiter & Co. schwer. Aber auch die Gäste zeigen sich in den ersten zehn Minuten im Angriff unschlüssig und verlieren mehrmals den Ball an die gelb-schwarzen Abwehrreihen. Lucas Mayer fügt den Niederösterreichern mit kraftvollen Alleingänge immer wieder schmerzliche Löcher in der Verteidigung zu. In der 12. Minute stellt er mit seinem dritten Treffer auf 6:5. Aus einer immer besser stehenden Abwehr werden die Bregenzer Angriffe immer schneller und können von den Kremsern kaum mehr gehalten werden.

Gernot Watzl is back
Nach einem halben Jahr Verletzungspause schickt Bregenz-Coach Martin Liptak die Nummer 17, Gernot Watzl, zum Siebenmeterstrich. Der Linzer Regisseur im gelb-schwarzen Dress kann bei seinem Comeback mit einem ansatzlosen Bodenaufwurf den bis dahin sehr stark haltenden Kremser Keeper Wolfgang Filzwieser überwinden. Die Halle tobt und Gernot Watzl "is back"!

Lucas Mayer präsentiert sich stark
Ab der 16.Minute legt der Meister den nächsten Gang ein. Lucas Mayer, Markus Wagerreiter und Vedran Banic erhöhen den Druck auf die Kremser Abwehr und kommen immer wieder durch platzierte Würfe aus der zweiten Reihe zum Torerfolg. In der 24. Minute findet das Wasser leider zum zweiten Mal den Weg auf den Hallenboden. Das Spiel muss, sehr zum Unbehagen von Krems-Coach Stefan Szilagyi, für einige Minuten unterbrochen werden. Danach hängt der zweite Kübel an der Decke.

Krems mit leichtem Vorteil
Nach Wiederanpfiff sind es die Gäste, die besser ins Spiel kommen und in der 25. Minute durch Christof Vizvary zum 13:13 ausgleichen können. In der 28. Minute holt Fabian Posch abermals einen Siebenmeterstrafstoß für den Meister heraus, den Gernot Watzl zum zweiten Mal sicher verwandelt. Zur Halbzeit steht es in der heute etwas feuchten Handball-Arena Rieden/Vorkloster 14:16.

Duell auf Augenhöhe
Der erste Treffer in der zweiten Halbzeit landet im Tor der Bregenzer, 14:17. Aber Lucas Mayer ist für die Kremser heute nicht zu halten. Mit seinem siebten Treffer bringter die Hausherren zurück ins Spiel. Nach einer tollen Parade von Goran Aleksic scheitert Björn Tyrner im Gegenstoß und beim Nachwurf gleich zweimal am bärenstarken Wolfgang Filzwieser. Die Konzentration der bei den Bregenzer scheint noch in der Kabine bis Markus Wagesreiter einen Kreuzeckhammer vom linken Rückraum zum16:18 auspackt. Danach ist es abermals Goran Aleksic, der den Wurfvon Norbert Visy entschärft und von den "Bregenz-Tigers" gefeiert wird. Nach einem trickreichen Alleingang von Vedran Banic trifft Gernot Watzl zum dritten Mal vom Siebenmeterstrich. Nun ist der Meister hellwach. Lucas Mayer, Markus Wagesreiter und Philipp Günther in der Defensive holen für die Hausherren die Führung zurück. Mit dem 21:20 trägt sich Neuverpflichtung Mario Jelinic am heutigen Abend zum ersten Mal in die Torschützenliste ein. Es folgt ein offener Schlagabtausch, den Bregenz bis zur 45. Minute mit einemdrei-Tore-Vorsprung für sich entscheiden kann. Da helfen vorerst auch laute Ansprachen von Krems-Coach Stefan Szilagyi nichts.

Lint sieht rot
Die Hausherren scheinen physisch stärker können sich allerdings nie wirklich absetzen. In der 53. Minute wird Werner Lint nach einem Schlag ins Gesicht an Markus Wagesreiter disqualifiziert, worauf ein kurzes Wortgefecht zwischen den beiden Trainern Liptak und Szilagyi folgt. Die Stimmung in der Halle kocht. Angeheizt von "theVoice" Wolfi Frühstück stehn alle Zuschauer und feuern den Meistern an. Routenier Markus Wagesreiter übernimmt in dieser entscheidenden Phase Verantwortung und trifft zweimal aus dem Rückraum. 30:30 zwei Minuten noch zu spielen. Krems gelingt durch Ivica Belas erneut die Führung und Coach Martin Liptak nimmt das Time-Out. In den letzten Sekunden gelingt Vedran Banic noch der 31:31 Ausgleich. Bregenz bleibt punktegleich mit den aon FiversTabellenführer.

Nach Fivers kommt PAOK Thessaloniki
Am Mittwoch trifft der österreichische Rekordmeister in der Hollgasse auf die aon Fivers bevor es am Freitag zum EHF-Cup Auswärtsspiel nach Thessaloniki geht.

Stimmen zumSpiel:

Markus Wagesreiter: "Wir haben in der Abwehr und im Angriff zu unkonstant gespielt. Die Kremser hatten zuviel Platz – wir haben Ihnen zuviel Räume gegeben. Im Angriff haben wir teilweise zu überhastet abgeschlossen. Wenn ruhig aufgebaut haben, konnten wir meistens gute Chancen herausspielen."

Lucas Mayer: "Im Endeffekt müssen wir froh über das 31:31 sein. Ich hätte mir allerdings mehr erwartet. Wir haben heute einfach keine konstante Leistung abrufen können. In Wien muss das wieder anders werden."

A1 Bregenz vs. UHK Krems 31:31 (14:16) Samstag 25.09.2010, 900 ZS Handball-Arena Rieden/Vorkloster SR Christian STAUDINGER / Florian STAUDINGERLinks:Website HLAWebsite UHK Krems