Zum Inhalt springen

Detail

Bregenz erst nach Verlängerung im ÖHB Cup zu schlagen

Am Samstag, den 7. Dezember trafen vor mehr als 1400 Zuschauer die Damen von Bregenz Handball in der Handball-Arena Rieden auf die SSV Dornbirn-Schoren. Da sich die Spielerinnen beider Teams sehr gut kennen, lag diesem Derby besondere Brisanz inne. Das Spiel war von Anfang an hochspannend und die Entscheidung fiel schlussendlich erst in der Verlängerung. Mit dem SSV Dornbirn Schoren gewann die etwas glücklichere Mannschaft, den Sieg hätten sich auch die Bregenzerinnen verdient.

Heutiger Hallensprecher Florian Mohr sah die Dornbirnerinnen als erste im Angriff, den die Bregenzerinnen zwar abwehrten, ihren Tempogegenstoß aber ebenfalls nicht im Netz versenken konnten. In der 3. Minute gingen die Gäste mit 1:0 in Führung, Monika Haller glich mit einer schönen Aktion aus, doch mit zwei Toren in Folge schafften die Dornbirnerinnen das 3:1. Anna Moosbrugger zum 3:2, eine tolle Parade der Bregenzer Torfrau Bettina Thöni und ein schöner Wurf von Julia Bohle brachten den Ausgleich. Nachdem Thöni einen 7-Meter abwehren konnte, war es Anna Moosbrugger mit einem erfolgreich erzielten 7 Meter, der die Bregenzerinnen erstmals in Führung brachte. Nach dem 5:4 durch Franz, hatten die  Hausherrinnen mehrere Chancen auf das 6:4, das leider nicht gelingen wollte und so gingen die Dornbirnerinnen mit zwei Tempogegenstößen wieder in Führung. Thöni war in dieser Phase des Spiels ein ganz starker Rückhalt für ihre Mannschaft und sie verhalf mit ihren Paraden der Mannschaft zu tollen Angriffen, welche die Gastgeberinnen zum 9:7 und 10:8 nutzten. Die erste 2-Minuten-Strafe nutzten die Dornbirnerinnen zum Ausgleich, und nachdem nach Ablauf eine Bregenzerin für weitere zwei Minuten das Feld verlassen musste, befürchteten die Fans schon Schlimmeres, doch die Hausherrinnen überzeugten mit einer ganz starken Leistung und überstanden diese schwierigen Minuten ohne weitere Gegentreffer. Auch die dritte 2-Minuten-Strafe gegen die Bregenzerinnen warf diese nicht aus dem Konzept, im Gegenteil, sie schafften in Unterzahl den erneuten Ausgleich. Und in den letzten 14 Sekunden gelangen den fulminant aufspielenden Bregenzerinnen zwei Tore und damit gar die Führung zum Halbzeitstand 14:12.

Die 2. Hälfte begannen die Bregenzerinnen in Unterzahl, aber gleich mit einem weiteren Tor von Anna Moosbrugger, welches das 15:12 bedeutete. Nach einem schweren Foul an Moosbrugger musste die Dornbirnerin Marksteiner mit einer roten Karte das Feld verlassen, Anna Moosbrugger selber sorgte dann gleich mit ihrem 7. Treffer für das 16:13. Nachdem die Gäste auf 16:15 herangekommen waren, warf Mayer das 17:15. Nach zwei tollen Paraden Thönis erzielte Greber das 18:15 und in Unterzahl Moosbrugger das 19:15. Kurz nach dem Treffer von Maksimovic zum 20:16 mussten zwei Bregenzerinnen das Spielfeld für zwei Minuten das Spielfeld verlassen, jetzt hieß es die Nerven zu bewahren. In doppelter Unterzahl gelang Mähr das ganz wichtige 21:18, doch die nächste 2-Minuten-Strafe gegen Bregenz folgte auf dem Fuße, die Gäste kamen auf 21:20 heran und in der 48. Minute erzielte Amann den Ausgleich. Mit dem 9. Treffer von Anna Moosbrugger gingen die Bregenzerinnen wieder in Führung.

Nationalspielerin Feierle sorgte für das 23:22, doch nach der dritten 2-Minuten-Strafe gegen Greber musste die Bregenzerin mit Rot vom Platz und den Gästen gelang der abermalige Ausgleich. Das unglaublich spannende Spiel blieb auf Messers Schneide, Moosbrugger in Unterzahl stellte auf 24:23, Monika Haller vier Minuten vor Spielende auf 25:24, doch in der 58. Minute gingen die Dornbirnerinnen nach zwei Toren von Marksteiner erstmals in der 2. Hälfte in Führung. Als Lena Ilg in der 59. Minute den Ausgleich warf und 54 Sekunden vor Schluss es noch einmal eine zwei Minuten Strafe gegen die Hausherrinnen gab, stand die Halle Kopf, doch das großartige Bregenzer Team wehrte den Angriff der Gäste ab und so ging es mit 26:26 in die zweimal fünf minütige Verlängerung.

Die Verlängerung startete mit dem besseren Beginn für die Gäste aus Schoren, die mit 27:26 in Führung gingen. Nach einem sehenswerten Zusammenspiel knallte Kreisläuferin Feierle den Ball zum Ausgleich ins Netz und nachdem Thöni mit ihrer x-ten Parade die Führung der Gäste verhindert hatte, ging es mit 27:27 in die erneute Pause.

Die letzten fünf Minuten sollten nun die Entscheidung bringen. Wieder erwischten die Gäste den besseren Start, trafen zum 28:27 und nach 80 Sekunden zum 29:27. 20 Sekunden später verwandelte Franz eiskalt den Ball vom 7-Meter-Punkt zum 29:28, doch Marksteiner erhöhte in Unterzahl auf 30:28. Moosbrugger verwandelte 90 Sekunden vor Schluss den nächsten 7 Meter zum 29:30. 30 Sekunden vor Ende waren die Bregenzerinnen wieder im Angriff, der erste Wurfversuch scheiterte, drei Sekunden vor Schluss auch der zweite, und so endet das sensationelle Match mit einer sehr unglücklichen 29:30 Niederlage.

Stimmen zum Spiel


Trainer André Karkhof: „So eine Niederlage schmerzt natürlich sehr, vor allem da ich weiß, dass wir das spielerische Niveau draufhaben. Nach 70 Minuten Kampf war es dann aber so, dass sich der kleine Fitnessvorsprung der Dornbirnerinnen, die öfters als wir trainieren können, durchgesetzt hatte. Aber wir haben uns toll verkauft und man sah, dass wir auch in dieser Liga mitspielen könnten. Ich bin sehr stolz auf mein Team, auch wenn es natürlich sehr schade ist, nach 70 Minuten mit einem Tor Unterschied zu verlieren. Dornbirn ist der glücklichere Sieger.“

Fakten

Bregenz Handball – SSV Dornbirn-Schoren 29: 30 nach Verlängerung (26:26); (14:12)
 SR Hofmarcher/ Ugarkovic

Bregenz Handball

Thöni, Amann, Haller 4, Mähr 1, Posavec, Bohle 2, Tatzreiter, Greber 1, Franz 5 (1/1), Maksimovic 1, Feierle 2, Ilg 1, Moosbrugger 11 (5/5), Meissner, Mayer 1.

Dornbirn

Rauter; Huber 3 (3/3), Kojic, Roganovic, Fuchs, Benneker 1, Ölz 3, Gladovic 3, Kellenberger, Gander, Gerbis 4, Marksteiner J. 3, Marksteiner A 10, Amann 3.